Donnerstag, 4. Juni 2015

Und plötzlich ist er da:

                      Der Sommer !                

Mit aller Wucht und allem, was dazugehört: Sonne, Hitze, Trockenheit und viele fliegende Plaggeister. 

Der Mensch zappelt, das Pferd schüttelt ständig den Kopf. Man schwitzt schon bevor man überhaupt etwas getan hat. An konzentriertes Reiten ist überhaupt nicht zu denken.

Also am besten ab in den schattigen Wald - wohl dem, der einen in der Nähe hat;-)


Und hier ein paar allgemeine Sommertipps:

Diese Tipps erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit !!!

Achten Sie auf ausreichend Wasser auf der Weide, Pferde brauchen JEDERZEIT Zugang zu frischem Wasser.

Fehlen auf der Weide schattige Bäume oder Unterstände, lassen Sie Ihr Pferd besser nur in den Morgenstunden oder abends und nachts weiden. Auf keinen Fall in der prallen Mittagshitze auf die Wiese oder Paddock stellen, ohne jegliche Möglichkeit für das Pferd, sich an ein schattiges Plätzchen zurückzuziehen!

Reiten Sie auch an sehr heißen Tagen möglichst morgens oder abends, am besten auf schattigen Routen.

Ein staubiger Reitplatz oder eine staubige Reithalle sollten möglichst vor der Nutzung abgespritzt werden.

Nach dem Reiten oder anderer Arbeit gefällt den meisten Pferden auch eine erfrischende Dusche. Bitte nicht plötzlich mit hohem Druck das Pferd abspritzen, sondern immer mit den hinteren Beinen von unten nach oben anfangen - mit sanftem Druck - und dann erst die vorderen Beine und Rumpf, Hals - und sofern es dem Pferd gefällt, auch noch den Kopf.

Danach sollte das überschüssige Wasser mit dem Schweißmesser abgezogen werden. Und das Pferd sollte nicht in einen schattigen und zugigen Stall gestellt werden. besser ist es, in er Sonne noch etwas spazieren zu gehen - oder einfach auf die Weide.

Auch Pferde können Sonnenbrand bekommen, v.a. die unpigmentierten 
(= weißen) Stellen sind gefährdet. Füchse und helle Pferde, wie zum Beispiel Haflinger, können auch öfters mal an Sonnenallergie erkranken.
Gegen Sonnenbrand hilft, wie bei uns Menschen auch, eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. ACHTUNG: Nicht in Nüstern oder Augen oder ins Maul bringen.
Eine Fliegenmaske hält ebenfalls die Sonneneinwirkung ab.

Mögliche Reaktionen auf zu viel Sonne können unter anderem sein: Schwellungen, Rötungen, Quaddelbildung, Juckreiz, Mauke (v.a. bei weißen Fesseln), Hautabschilferungen.

Schutz vor Insekten:

Meiden Sie (im Sommer) gleichzeitige Mischbeweidung mit oder die Nähe zu Rindern, diese ziehen Stechfliegen an, die Krankheitserreger übertragen können.

Fliegenschutzmasken mit Ohrenkappen schützen vor Grasmilben und sonstigen fliegenden Störenfrieden, die das Pferd dauernd den Kopf schütteln lassen; zum Schutz der Augen gibt es Fliegenmasken, die sowohl die Ohren als auch die Augen abdecken bzw. über den Augen ein Fransenband haben.

Suchen Sie Ihr Pferd nach dem Weidegang regelmäßig auf Zecken ab. Diese sollte man dann sofort mit einer Zeckenzange entfernen und gegebenenfalls die Bisswunde desinfizieren.

Einsprühen vor dem Reiten mit Repellents kann auch hilfreich sein, um zumindest die Menge an Stechmücken, Bremsen & Co. einzudämmen. Es braucht allerdings nicht immer ein teures Produkt aus dem Reiterladen zu sein. Man kann z.B. auch selbst eine Mischung aus Essig, Wasser, Knoblauch, Lavendel, Teebaumöl usw. mischen. Natürlich darf man beim Einsprühen oder Einreiben sich selbst nicht vergessen. Der Geruch ist dann allerdings auch ziemlich extrem. Neue Freunde findet man kaum;-)  

Vorsicht bei jungen Pferden oder Pferden, die eine Sprühflasche überhaupt nicht kennen, das leicht zischende Geräusch sowie der feine Sprühnebel kann sie nervös machen. Wie immer beim Umgang mit Pferden: langsam und ruhig daran gewöhnen.

Erste Hilfe bei Hitzschlag:

Hitzschlag erkennen Sie an: starkem Schweißausbruch, Mattigkeit, Taumeln. Die Adern treten hervor, der Körper ist heiß, die Muskeln können verkrampfen, das Pferd kann sogar ohnmächtig werden.

Das können Sie tun:
Führen Sie Ihr Pferd an eine schattige, kühle Stelle (aber keine Zugluft), sorgen Sie für Ruhe. Wenn es bewusstlos ist, stellen Sie Schattenspender (Schirme, aufgehängte Decken usw.) v.a. im Kopfbereich auf.

Übergießen Sie das Pferd vorsichtig mit kaltem Wasser (aber nicht einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf schütten), oder spritzen Sie es (mit sanftem Druck) kühl ab, oder legen Sie feuchte, kühle Tücher auf den Körper.

Kühlen Sie außerdem den Kopf durch kaltnasse Umschläge.


So, nun viel Spaß bei Sommerritten, vielleicht verbunden mit einem erfrischenden Bad in einem Bach oder See….




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